Die Künstlerpostkarten von OTTO UBBELOHDE
(Sammlung Wolfram Bamberger, Marburg)

Eine Ausstellung des MARBURGER HAUSES DER ROMANTIK

Vom 2. Juni 2019 bis 25. August 2019

Otto Ubbelohde - Gruss aus Hessen

Otto Ubbelohde (1867–1922) hat ein vielfältiges malerisches und graphisches Werk hinterlassen, das ganz im Spannungsfeld unterschiedlicher künstlerischer Strömungen der Zeit um 1900 steht. In Marburg geboren und in München zum Portraitmaler ausgebildet, sind neben der Malerei Graphik und Zeichnung für ihn ein wichtiges Ausdrucksmittel. So entstehen zahlreiche Vorlagen für Buchillustrationen, Postkarten und Kalender. Immer wieder ist es seine heimatliche hessische Landschaft, die hier das Motiv bestimmt. Seine 448 Zeichnungen zu den Kinder- und Hausmärchen von Jacob und Wilhelm Grimm, die für eine Ausgabe zum 50. Jahrestag der letzten Märchenedition der Brüder im Jahr 1857 entstanden sind, gehören dabei bis heute zu seinen populärsten Werken.

Diese Ausstellung widmet sich dem Postkartenwerk Ubbelohdes. Es sind kleine Kunstwerke von besonderem Reiz, mit denen der Künstler in der Blütezeit der Ansichtskarte um 1900 mit viel Aufwand an Drucktechnik und Handarbeit seine Liebe zum Detail unter Beweis stellt.

ERÖFFNUNG der AUSSTELLUNG

Die KÜNSTLERPOSTKARTEN von OTTO UBBELOHDE

Sonntag, 2. Juni 2019 um 11:30 Uhr - Marburger Haus der Romantik
Begrüßung:
• Kirsten Fründt, Landrätin des Landkreises Marburg-Biedenkopf
• Sabine Harder, Kuratorium des Marburger Hauses der Romantik
Moderation:
• Marita Metz-Becker
, Vorstand des Marburger Hauses der Romantik

Eröffnungsvortrag:
• Dr. Rainer Zuch
, freier wissenschaftlicher Mitarbeiter der Otto-Ubbelohde-Stiftung



Staatliches Schulamt für den Landkreis Marburg-Biedenkopf berichtet im Newsletter Nr.3 "Kulturelle Bildung" über unsere Ausstellung "Monsieur Göthe"
Zu finden → HIER auf Seiten 10 und 11

MONSIEUR GÖTHÉ - GOETHES UNBEKANNTER GROSSVATER

Eine Ausstellung im MARBURGER HAUS DER ROMANTIK
In Zusammenarbeit mit dem Freien Deutschen Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum

Vom 10. März 2019 bis 26. Mai 2019

Schneider von Beruf - Goethes Großvater

Friedrich Georg Göthé - kaum einer kennt ihn. Er war elegant, mehrsprachig, gebildet und vor allem reich. Eine Art Karl Lagerfeld von Frankfurt. Ohne ihn hätte die Karriere des Johann Wolfgang von Goethe kaum stattgefunden. Aber der berühmte Enkel verbannte den Großvater, den »verdammten Schneider« und Hotelier, aus der Familiengeschichte und verdrängt in Dichtung und Wahrheit sogar den Namen. Ein weißer Fleck im Stammbaum – bis heute.

Die Ausstellung MONSIEUR GÖTHÉ erzählt eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte aus dem 17./18. Jahrhundert und beschreibt ein Stück Kultur- und Sozialgeschichte: Der Sohn eines Hufschmieds aus dem thüringischen Dorf Kannawurf geht als Schneidergeselle nach mehrjähriger Wanderschaft ins „Mekka der Mode“, nach Frankreich, wird Seidenschneider in Lyon und kommt 1686 als protestantischer Glaubensflüchtling nach Frankfurt, wo er zu einem wohlhabenden und angesehenen Bürger wird.

Ein Damenschneider à la mode, der die französisch akzentuierte Schreibweise seines Namens – Göthé – als Ausweis seines Raffinements beibehält. Er heiratet, beliefert auch die Höfe im Reich und führt später den »Weidenhof«, eine der ersten Hotel-Adressen der Freien Reichsstadt.

Als der berühmte Enkel Johann Wolfgang von Goethe geboren wird, ist dieser grandiose Großvater fast schon vergessen…

(Lit.: Hans Sarkowicz, Heiner Boehncke und Joachim Seng, Monsieur Göthé: Goethes unbekannter Großvater, Berlin 2017)

VERNISSAGE der AUSSTELLUNG

MONSIEUR GÖTHÉ - GOETHES UNBEKANNTER GROSSVATER

Sonntag 10.03.2019 um 11:30 Uhr - Marburger Haus der Romantik
Begrüßung:
• Dr. Marlis Sewering-Wollanek, Magistrat der Universitätsstadt Marburg
• Prof. Dr. Marita Metz-Becker, Marburger Haus der Romantik

Eröffnungsvortrag:
• Dr. Joachim Seng
, Leiter der Bibliothek Freies Deutsches Hochstift



DIE HUTNADEL - eine Kulturgeschichte durch zwei Jahrhunderte
(Sammlung Barbara Weinhold, Weimar)

Eine Ausstellung im MARBURGER HAUS DER ROMANTIK

Vom 1. November 2018 bis 24. Februar 2019

Hutnadel - eine Geschichte in zwei Jahrhunderten

Die Hutnadel verdankt ihre Existenz einer Laune der Mode im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, als der Damenhut immer ausgreifender und durch reichen Blumen- und Federschmuck immer voluminöser wurde. Jetzt bedurfte es eines Instrumentes, um Hut und Hutschmuck sicher am Kopf der Trägerin zu fixieren.

Die herkömmliche, seit Jahrhunderten für diesen Zweck gebrauchte Schmucknadel, reichte nicht mehr aus. Die Länge der Hutnadeln nahm zu, so dass die mit derart spitzen „Waffen“ ausgestatteten Damen immer mehr zu einer Gefahr für diejenigen wurden, die ihnen zu nahekamen. Daher entwickelten die Hersteller Endstücke bzw. Sicherheitshülsen, die auf die Nadelspitzen gesteckt wurden und selbst kleine Kunstwerke waren.

Gablonz an der Neiße avancierte weltweit zum Zentrum der Hutnadelherstellung. Hier wurden neben Glasverzierungen künstliche Edelsteine zur gestalterischen Vollendung produziert.

Die Nadel brachte auch die soziale Stellung der Trägerin zum Ausdruck, konnte sie doch ebenso mit Brillanten verziert sein wie mit einfachen Glasperlen. Auch ihre politische Auffassung konnte mit der Hutnadel demonstriert werden, wie z. B. mit Symbolen der erstarkenden Frauenbewegung zum Ende des 19. Jahrhunderts.

Die Ausstellung zeigt rund 550 Hutnadeln aus deren Blütezeit zwischen 1880 und 1940 aus der Sammlung von Barbara Weinhold. Ergänzt wird die Schau durch eine Vielzahl an modischem Beiwerk. Auch allerhand Wissenswertes zu Materialien, Formen, Herstellung und Verbreitung sowie Spannendes zur Rolle der Hutnadel in Literatur und Film ist zu sehen.

VERNISSAGE der AUSSTELLUNG

DIE HUTNADEL - eine Kulturgeschichte durch zwei Jahrhunderte
(Sammlung Barbara Weinhold, Weimar)


Mi., 31. Oktober 2018, um 11:30 - Marburger Haus der Romantik
Begrüßung:
• Dr. Marlis Sewering-Wollanek, Magistrat der Universitätsstadt Marburg
• Prof. Dr. Marita Metz-Becker, Marburger Haus der Romantik

Einführung in die Ausstellung:
• Dr. Karl Heinz Hänel
, Weimar/Jena






"Marburger Alltagsleben im 19. Jahrhundert" - Der Link zum Presseartikel

Eine DAUERAUSSTELLUNG im INSTITUT FÜR EUROPÄISCHE ETHNOLOGIE / KULTURWISSENSCHAFT, Deutschhausstraße 3, Marburg

Die vom Marburger Haus der Romantik präsentierte Ausstellung "Marburger Alltagsleben im 19. Jahrhundert" ist wegen des großen Interesses nun als Dauerausstellung im Institut für Europäische Ethnologie / Kulturwissenschaft, Deutsch-hausstrasse 3, Marburg, zu sehen.

Der Begleitkatalog wurde neu aufgelegt und kann sowohl im Institut als auch im Marburger Haus der Romantik für 9,80 € erworben werden.