„… die Zauberinnen mögen verbrennet werden.“
Hexenverfolgung in Hessen

Eine Ausstellung im Marburger Haus der Romantik
in Kooperation mit der Universitätsstadt Marburg und der Geschichtswerkstatt Büdingen

18. September 2020 – 24. Januar 2021

Link zum Pressebericht in der Oberhessischen Presse

Hexenturm in Marburg

Marburger Hexenturm, Foto: Marita Metz-Becker

Die vom Marburger Haus der Romantik e. V. in Kooperation mit der Universitätsstadt Marburg und der Geschichtswerkstatt Büdingen veranstaltete Sonderausstellung zeigt auf, wo und wann die Hexenverfolgungen in unserer Gegend stattfanden, wie die damalige Rechtsprechung aussah und wie die frühneuzeitliche Gesellschaft mit dem Delikt „Hexerei“ umging.

Im Mittelpunkt stand meist der Schadenszauber, denn für die Menschen jener Zeit war es überlebenswichtig zu erkennen, warum ein Kind starb, die Kuh erkrankte oder die Ernte verfaulte. Zu den frühneuzeitlichen Vorstellungswelten gehörte magisches Denken, Zauberglauben und der Pakt mit dem Teufel.

Allerdings waren die Ansichten über das Hexenverbrechen nie einheitlich. Immer gab es auch Stimmen, die die Existenz des Deliktes bestritten. Auch die Verfolgungen gestalteten sich in den hessischen Territorien unterschiedlich intensiv.

ERÖFFNUNG der AUSSTELLUNG

„… die Zauberinnen mögen verbrennet werden.“
Hexenverfolgung in Hessen


Donnerstag, 17. September 2020 um 19:00 Uhr
 
Marburger Kunstverein, Gerhard-Jahn-Platz 5

Die Vernissage erfolgt in Marburger Kunstverein
Begrüßung:
• Ruth Fischer, Fachdienst Kultur der Universitätsstadt Marburg
• Prof. Dr. Marita Metz-Becker, Vorstand des Marburger Hauses der Romantik e.V.


THEMENVORTRAG:

„Hexenverfolgung in Schweden im 17. Jahrhundert.
Ein Kampf zwischen überlieferten Traditionen und Protestantismus“


Themenvortrag:
• Gunilla Rising Hintz, Fil. mag. stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Marburger Hauses der Romantik e. V.





Begleitprogram zur Ausstellung

VORTRAG
von Dr. Elke Therre-Staal, Marburg

„Das Bild der bösen Frau in den Märchen der Brüder Grimm“ 

Sonntag, 25.10.2020 um 17:00 Uhr 
Historischer Rathaussaal




Führung zum Hexenturm inclusive Innenbesichtigung

mit Prof. Dr. Marita Metz-Becker

Samstag, 07.11.2020, 10:00
 Treffpunkt: Hexenturm beim Schloß




Exkursion zum Marburger Hexenturm

mit Prof. Dr. Marita Metz-Becker

Sonntag, 08.11.2020, 11:30
 Treffpunkt: Marburger Haus der Romantik, Markt 16




Märchennachmittag für Kinder zum Thema „Hexen“

Samstag, 05.12.2020, 15:00 

Märchenlesungen für Kinder

Samstag im Advent, jeweils um 15:00
28.11., 12.12., 19.12.2020

Märchenlesungen für Kindergarten- und Grundschulkinder bei Kerzenschein und Weihnachtsgebäck. Gerne auch in Begleitung der Eltern. Die Märchenlesungen finden im Haus der Romantik statt, wenn es die Hygienebestimmungen weiterhin zulassen.



VORTRAG
 von Prof. Dr. Eva Labouvie, Universität Magdeburg

„Hexenglaube und Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit“

Sonntag, den 24.01.2020 um 17:00
im Marburger Haus der Romantik







Johann Georg Wille (1715 - 1808) - ein deutscher Kupferstecher in Paris

Eine Ausstellung im Marburger Haus der Romantik
In Zusammenarbeit mit der Universität Trier und den Städtischen Museen Wetzlar

Johann Georg Wille - deutscher Kupferstecher in Paris

Jacob Grimm, der während seiner Marburger Studienzeit häufig Gast im Hause seines Lehrers Friedrich Carl von Savigny war, erinnerte sich gern an diese Besuche im Forsthof und an den geselligen Kreis der dortigen Romantiker. Die besondere Ausstattung der Wohnung stand ihm noch im Alter lebhaft vor Augen: „Hell und sonnig waren die Räume, weiß getüncht die Wände, tännen die Dielen, (…), in den Fensterecken hingen eingerahmt Kupferstiche von J. G. Wille und Bause, an denen ich mich nicht satt sehen konnte, so freute mich deren scharfe und zarte Sauberkeit“.

„J. G. Wille“ findet hier besondere Erwähnung, ein Künstler, dessen Arbeiten Savignys Wände schmückten und der schon den Zeitgenossen kein Unbekannter war.

Johann Georg Wille, aus kleinen Verhältnissen stammend, auf der Obermühle im hessischen Biebertal als Sohn eines Müllers geboren, avancierte in Paris als „graveur du roi“ zu einem anerkannten Mitglied der Académie Royale, wo man ihn und seine Werke, die zu den hervorragendsten Schöpfungen der Kupferstecherkunst des 18. Jahrhunderts gezählt werden können, zu schätzen wusste.

In Kooperation mit der Graphischen Sammlung der Universität Trier und den Städtischen Museen Wetzlar zeigt das Marburger Haus der Romantik einen Künstler und sein Werk, der maßgeblich an der Ausprägung der europäischen Kunst des Kupferstichs wie der Druckgraphik im 18. Jahrhundert, insbesondere im deutsch- und französischsprechenden Raum, beteiligt war.

ERÖFFNUNG der AUSSTELLUNG

Johann Georg Wille (1715 - 1808) - ein deutscher Kupferstecher in Paris

Sonntag, 1. März 2020 um 11:30 Uhr - Marburger Haus der Romantik

Die Ausstellung wurde verlängert bis zum 30. August !!!






ROMANTIK - Die Verzauberung der Welt mit den Mitteln der Kunst

Eine Ausstellung mit Werken von Renate Brühl, Miltraud Menzel-Kräling und Gisela Weiß

8. Dezember – 23. Februar 2020

Romantik - Drei Künstlerinen

Links: Miltraud Menzel-Kräling „Birkenwald“     Rechts oben: Gisela Weiß „Der rote Schirm“
Rechts unten: Renate Brühl „Psyche im Elysium“

Die Romantik ist in kultureller, gesellschaftspolitischer und künstlerischer Hinsicht eine der bedeutendsten Epochen in Deutschland und in Europa, mit weitreichender Wirkung bis in die heutige Zeit.

Die Marburger Künstlerinnen - Gisela Weiß, Miltraud Menzel-Kräling und Renate Brühl präsentieren mit ihren stilistisch und technisch unabhängigen Arbeiten die zeitgenössische Weiterentwicklung romantischer Topoi.

Ihre Auseinandersetzung mit Märchen, mit der Natur als Sehnsuchts- und Erlösungsort oder mit der selbstbewussten Existenz der Frau als Künstlerin entwickelt in dieser gemeinsamen Ausstellung einen enormen Spannungsbogen vom 19. bis ins 21. Jahrhundert. Die Bilder, Graphiken und Collagen der drei Künstlerinnen führen den Betrachter in den Diskurs mit einer modernen Romantik und entführen ihn auf die ästhetische Seite der Welt. Ein Transformationsprozess, zu dem nur die Kunst fähig ist und der sich mit einem Wort umschreiben lässt – Verzauberung!

ERÖFFNUNG der AUSSTELLUNG

„ROMANTIK - Die Verzauberung der Welt mit den Mitteln der Kunst“

Sonntag, 8. Dezember 2019 um 11:30 Uhr - Marburger Haus der Romantik
Begrüßung:
• Dr. Marlis Sewering-Wollanek, Magistrat der Universitätsstadt Marburg
• Prof. Dr. Marita Metz-Becker, Vorstand des Marburger Hauses der Romantik


Einführung:
• Sabine Harder, Kuratorium Marburger Haus der Romantik e.V.

Anschließend geselliger Umtrunk









"Marburger Alltagsleben im 19. Jahrhundert" - Der Link zum Presseartikel

Eine DAUERAUSSTELLUNG im INSTITUT FÜR EUROPÄISCHE ETHNOLOGIE / KULTURWISSENSCHAFT, Deutschhausstraße 3, Marburg

Die vom Marburger Haus der Romantik präsentierte Ausstellung "Marburger Alltagsleben im 19. Jahrhundert" ist wegen des großen Interesses nun als Dauerausstellung im Institut für Europäische Ethnologie / Kulturwissenschaft, Deutsch-hausstrasse 3, Marburg, zu sehen.

Der Begleitkatalog wurde neu aufgelegt und kann sowohl im Institut als auch im Marburger Haus der Romantik für 9,80 € erworben werden.